Das Dipoli Lagenset: «Grosse Weine brauchen gute Lagen»
Mit der Einführung von 86 Einzellagen wurden 2024 die Voraussetzungen für Lagenweine im Südtirol geschaffen. Keine einfache Aufgabe in einer Region, in der bislang vor allem durch das Zusammenführen verschiedener Lagen versucht wurde, das Optimum zu erzielen.
Bis sich das Lagenkonzept qualitativ beweisen konnte, stützen wir unser aktuelles Lagenset auf die legendäre und kompromisslose Expertise von Peter Dipoli, welcher jeder Traubensorte die beste geographische Lage, Meereshöhe, Sonnenausrichtung und Bodenbeschaffenheit zuordnet:
Weissburgunderlagen beginnen, der späten Reife wegen, ab 500 m ü. M. Die bekannteste Lage ist Vorberg oberhalb von Terlan. Die komplexesten Sauvignon blanc Weine werden zwischen 450 – 600 m ü. M. mit idealer Sonnenausrichtung und leichten, kalkhaltigen Schotterböden z.B. in Penon produziert. Gewürztraminer wurde ein Opfer seiner Popularität, da häufig als Ersatz für Vernatsch gepflanzt. Viel besser gedeiht er in den höheren und sonnigen Lagen von Tramin auf lehmreichen Böden.
Das Südtirol war von der Rebsorte Vernatsch geprägt. Der klassische «Kalterersee» bewährt sich heute in Lagen oberhalb der Weinstrasse, zwischen Kaltern und St. Josef am See auf 300 – 400 m ü. M. Autochthoner Lagrein, für einmal nicht aus dem Bozner Talkessel, findet man mit mindestens derselben Tradition und Historie in der Einzellage Raut in Auer, auf dem Schwemmkegel des Schwarzenbachs. Nicht fehlen darf die edelste Rotweinsorte, der Cabernet Sauvignon, welche die besten Resultate auf leichten Kiesböden, in den wärmsten Lagen südlich von Kaltern z.B. im Weinberg Cor erzielt.
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