Winterarbeiten auf dem Premstallerhof

Winterarbeit in Premstallerhof

Die vergangene Ernte hat dem Winzer den Zustand seines Rebbergs vor Augen geführt. Hat er auf einer Parzelle schon mehrere Jahre nur wenig geerntet, wird er sie erneuern wollen. Die alten Rebstöcke werden samt Wurzeln entfernt, das Gerüst (Drähte und Pfähle) abgebaut und der Boden umgegraben. Er muss sich überlegen, welche Sorte er im Frühjahr pflanzen will und diese Reben in der Rebschule bestellen. Auf dem Premstallerhof wird mit einer handbetriebenen Spatenmaschine der Boden geöffnet und mit der Einsaat von Leguminosen und Waldstaudenroggen sichergestellt, dass keine Nährstoffe verloren gehen. In einer Steillage muss zudem die Terrassierung ausgebessert werden. Sobald das Laub von den Trieben gefallen ist, meistens im Dezember, kann mit dem Schnitt begonnen werden. Überschüssige Triebe werden entfernt und jene eine bis zwei, welche man lässt auf die gewünscht Anzahl Augen zurückgeschnitten. Gegen das Frühjahr hin können die Triebe an die Drähte gebunden werden. Ausbesserungsarbeiten im Rebberg gibt es jede Menge. Alle Drähte, und das sind viele, müssen gespannt, lädierte Holzsäulen ausgetauscht und wo nötig das Pergeldach wieder erhöht werden. Hecken, welche sich in der Nähe der Rebanlagen befinden schneidet man zurück. Wege und Fahrgassen gehören ausgebessert, Mauern vom Unkraut befreit und eventuell saniert. Tage an denen z.B. wegen Regen oder Schnee nicht draussen gearbeitet werden kann, sind willkommen für Wartungsarbeiten an Maschinen, Geräten und Werkzeugen. Wenn der Winzer im Winter nicht fleissig gewesen ist, hat er während der Vegetationszeit keine Chance mehr, das Versäumte nachzuholen und sein Rebberg kann beträchtlichen Schaden erleiden.