Die Neuanlage auf dem Premstallerhof

Die alten Reben sind ausgerissen und das Gerüst abgebaut. Der Aufbau der Neuanlage kann beginnen.

Ausser bei Katastrophen sterben wir Menschen nicht alle gleichzeitig. Genauso verhält es sich bei den Reben. Aus was für Gründen auch immer, sterben gewisse Pflanzen sehr früh und andere würden noch lange weiterleben. So lange ein Rebberg allgemein noch in gutem Zustand ist, werden einzelne abgestorbene Pflanzen ersetzt oder wie man im Südtirol sagt „eingebessert“. Diese dann aufzubringen, ist mit einem grossen Pflegeaufwand verbunden. Irgendwann zwischen 30 und 100 Jahren lohnt sich diese Mühe nicht mehr und man beschliesst, die Anlage neu zu pflanzen. In diesem Moment stellen sich verschiedene Fragen. Wechsle ich die Sorte? Welchen Klon wähle ich? Stelle ich die Anlage vom Pergelbau auf den Drahtbau um? Und noch vieles mehr, das vor Beginn geklärt sein muss. Nach der letztjährigen Ernte wurden auf einer erneuerungsbedürftigen Parzelle des Premstallerhofes die alten Reben entfernt und im Lauf des Winters und Frühjahrs die Neuanlage erstellt. Die Bilderfolge zeigt den dabei geleisteten Einsatz von Menschen, Maschinen und den grossen Materialbedarf auf.

Die Spezialfirma Eschgfäller übernimmt den Aufbau der Rebanlage.

Auf der Fläche von 4000 m2 müssen 2200 Jungreben der Sorte Vernatsch gesetzt und 600 Betonsäulen aufgestellt werden.

Neben 11000 m Draht werden 1800 m Schlauch für die Tropfberegnung gebraucht.

Unzählige U-Nägel braucht es für die Befestigung der Drähte auf den Latten aus Lärchenholz.

Gertrud Vogel hilft beim Pflanzen.